Aktuelles vom Quellentalhof

Liebe Gäste und Pferdefreunde/- freundinnen,
 
nun sehnten wir den Frühling noch im Mai herbei, freuten uns über reichlich Sonne und milde Temperaturen und jetzt.............................?
 
Das Wetter.....
beschäftigt uns alle in der hiesigen Region und Menschen und Tiere sowie Äcker, Wiesen. Wälder und Bachläufe lechzen nach Wasser. Erst vor wenigen Tagen begann es - zumindest hier - sanft zu regnen, ohne Unwetter auszukippen. Das war nicht überall so und so manche Region stand förmlich unter Wasser.
Eine miserable Verteilung des Wetters - hier Dürre, elende Trockenheit - dort Überflutungen, Dauerregen und zu allem Überfluß geht die Kunde um, dass diese unterschiedlichsten Wetterlagen nicht einfach so entstehen, sondern wohl "Wetterbälle" dafür zuständig sein sollen, die in die Atmosphäre geschossen werden, um
die klimatischen Bedingungen zu verändern ?! Es klingt unglaublich, jedoch beschleicht fast jeden Mensch ein seltsames Gefühl angesichts solcher Meldungen und manche fragen sich, wem und was wir noch vertrauen können !Stirnrunzelnd
Nun stehen all unsere Tiere -mit wenigen Ausnahmen -schon seit Tagen am Haus ; die Alarmmeldungen häufen sich angesichts des minimalen Winterfutters; es wird spekuliert, wieviel Rinder oder Schafe abgegeben werden müssen, um den Grundbestand zu sichern. Politisch wird über Finanzhilfen beraten - davon werden die Tiere
allerdings nicht satt - und so mancher Heu-u.Strohverkäufer puscht die Preise angesichts der Notlage in utopische Höhen.
Beutelschneiderei, Abzocke sind milde Beschreibungen angesichts der Preistreiberei, um einen "Reibach" zu machen - auf Kosten Anderer in Notlagen! Wir hatten sicher mal Anstand und Respekt gelernt - möglicherweise gilt das nicht für alle. Aber wir wissen ja auch, dass sich solche Verhaltensweisen stets als Bumerang
erweisenZunge raus! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!!!
 
 
Die Haltung.....
ist maßgeblich für unser Wirken, Leben und Alltägliches. Nicht die Pferdehaltung ist hier gemeint, sondern unsere innere Haltung, die Einstellung zum Leben, zu unseren Mitmenschen und zu unseren uns anvertrauten Pferden .
Was vermitteln wir den Pferden mit unserer Einstellung, unseren Gefühlen, Körpersignalen und vor allem : verstehen sie wirklich, was wir von ihnen wünschen, erwarten und wollen? Wie klar sind wir in unseren Äußerungen - ob mit Gestik, Mimik oder Lauten?
In der letzten Zeit ist immer mehr Literatur auf dem Markt, die sich mit der Sprache der Pferde befasst - die wir Menschen lernen müssten, damit wir uns mit unseren geliebten Vierbeinern auf Augenhöhe verständigen können !
Eine Offenbarung ergibt sich durch diese Arbeitsform und wir lernen jeden Tag neu dazu - uns dabei besser kennen, unsere Pferde besser verstehen und eine wunderbare Basis herstellen, miteinander ins Gespräch zu kommen .
All unsere Reitgäste und Pferde-Interessierte lernen dies ebenfalls - eine Grundvoraussetzung, um dann kooperativ miteinander zu arbeiten bei der Bodenarbeit, unterm Sattel oder an Longe und Langzügel. Stets aufs Neue werden wir in Erstaunen versetzt über Erkenntnisse, Berührendes, Klarheiten, Offenkundiges und Ahnungen.
 
Dennoch ist die allerbeste Voraussetzung : die eigene Bereitschaft zum Lernen, Aufnehmen, Inspiration, Offenheit ! Nur so werden wir verstehen, erfassen und (vielleicht?) begreifen - dies wünschen wir all unseren Besuchern/-innen dieser Seite und mit ihren oder unseren Pferden.
 
 
Die Verantwortung.....
ergibt sich fast automatisch, wenn wir die Entscheidung treffen, ein Tier zu uns zu nehmen, ob vom Züchter, aus dem Tierheim oder bei Privatpersonen. Eine Aufgabe, die im besten Fall bis an das Lebensende des Tieres erfolgt und es auch bis zu diesem Abschied begleitet.
Was soll dieses Tier für uns bewirken? Was erwarten wir von dem Pferd oder Hund? Ist es eine soziale Aufwertung, eine hervorgehobene Position, die uns von Anderen unterscheidet? Darüber lässt sich sicher trefflich streiten, ohne zu einer gemeinsamen Entscheidung zu kommen - was eigentlich auch nicht das Ziel ist.
Klar ist auf alle Fälle : wir übernehmen Verantwortung für ein - von uns abhängiges - Tier und sollten / müssen dem Rechnung tragen. Sicher wird das jede/r Befragte umgehend bestätigen, dass man ja nur das Beste für sein Pferd will ! Die Frage darf gestellt werden: was ist das Beste? Der 5-Sterne-Laufstall? Das beste neue Müsli-Futter auf dem Markt? Oder der alternative , ökologisch vertretbare Kräuter-Versand?
Tja, hier ist es wichtig , sich vor allem:
-zuerst zu bilden
-den Austausch mit vertrauenswürdigen Personen zu suchen
-das eigene "Bauchgefühl" zu schulen
-sich umzusehen und (möglichst) ohne Bewertung wahrzunehmen
Dann wären wir alle sicher schon ein ganzes Stück weiter !
Was aus unserer Sicht jedoch in eine seltsame Richtung läuft, wenn :
-das Pferd für unerfüllte Sehnsüchte sinnbildlich steht
-die kreisenden Gedanken sich (nur noch) um das Wohlergehen drehen
-im wohlgemeinten üppigem Füttern das Non-plus-ultra erachten
-das Pferd keine klare Haltung erfährt - konsequent, gebildet, liebevoll
 
Das Pferd benötigt  d r i n g e n d  eine klare, eindeutige und versorgende Vertrauensperson - übrigens wie wir Menschen auch - um sich sicher zu fühlen!
Das Pferd ist  n i c h t  für uns zuständig, sondern wir haben die Führungsaufgabe zu übernehmen! das dient der Sicherheit, dem Wohlgefühl und es kann sich anvertrauen. Unser Leitsatz lautet stets: wir Menschen glauben, die intelligentesten Wesen auf diesem Globus zu sein - aber bitte nutzt auch den euch mitgegebenen Verstand und seid Vorbilder, Führungskraft für eure Pferde.
Sie sind wie "Dauer-Kinder" und werden immer wieder aufs Neue unsere  H a l t u n g  abfragen - dies brauchen sie zu ihrer persönlichen Absicherung.
 
 
Die Position.....
gibt Aufschluß über die Mensch-Pferd-Beziehung. Überlasse ich dem Pferd die Führung, schafft es keine Vertrauensebene, sondern wir werden in die Rolle des einfachen Herdenmitgliedes eingeordnet und das Pferd wird - je nach Wesen, Typ und Rasse - uns das immer spüren lassen.
Bei einem VFD-Seminar mit Peter Kreinberg ( vor gefühlten 50 jahrenZwinkernd) berichtete er von einer jungen Frau, die es als Freundschaftsgeste wertete, wenn das Pferd sich an ihr scheuerte. Ergebnis : nach einer Vorführung tat das Pferd es ebenfalls - leider hatte die Besitzerin ein Glas in der Hand.....und dieses anschließend zerbrochen im Gesicht !
Warum fällt es uns so schwer, dem Pferd Grenzen zu benennen? Mit welchen Gefühlen "beladen" wir dieses wunderbare Geschöpf? Wofür steht es in unserer Vorstellung, Phantasie? Sportgerät, Kind-Ersatz, Trostpflaster, Beziehungsstellvertreter, Wertschätzung ? Es will und darf doch einfach nur Pferd sein !
Wir ergründen dies auf unserem Hof manchmal mit Aufstellungsarbeit, Naturheilkundlicher Beratung oder eben konkreter Ausbildungshilfe - aber Voraussetzung bleibt die eigene Bereitschaft: hinzuhören, hinzusehen, aufzunehmen und sich selbst immer wieder zu hinterfragen über die eigenen Ziele und Wünsche (..und notfalls
immer wieder neu auzusrichten).
 
Haltung, Verantwortung, Position.....
möchten wir vermitteln, manchmal auch überzeugen und behilflich sein, sich selbst besser kennen zu lernen und das Pferd so gut wie möglich zu verstehen.
Wir lieben all unsere Pferde - jedes auf seine ganz persönliche Weise - wir versorgen sie so gut wie wir es ermöglichen können, behandeln, bilden aus, korrigieren, wertschätzen, zeigen klare Grenzen und freuen uns unglaublich, wenn sie gern unsere Nähe suchen, weil sie sich dort aufgehoben fühlen und sich förmlich danach drängen, mit uns gemeinsam etwas zu erleben, sich uns anvertrauen zu können......................so schön kann das sein!
Und Ihr Pferd? Und Sie selbst? Vielleicht hat diese Betrachtung etwas angeregt in Ihnen, sie inspiriert, die Augen geöffnet......und kleinste Veränderungen bewegt?
 
Wir wünschen Ihnen und Ihren Pferden von Herzen eine gute, vertrauensvolle Partnerschaft, ein zufiredenes, glückliches Miteinander - mit Weitsicht, Reflektion und klarem Verstand - in diesem Sinne verbleiben
 
        die Quellentalhöfer
 
Rita Schodder & Klaus Pfetzing

 

 
 
 

 

 

 
 

 

                                                                                                                                                             

Ruhig und souverän....
die Quellentalhöfer
Rita Schodder & Klaus Pfetzing