Aktuelles vom Quellentalhof

 
Liebe Gäste, Pferde-Interessierte und Besucher/-innen dieser Seite.............
das Wetter................
nun ist der Frühling - endlich ! - da und schon stöhnen wir Menschen gleich wieder über die Trockenheit in manchen Regionen; die unnatürliche Hitze an einigen Tagen und dass alles so schnell geht !!! Kaum ist der Frühling da, reiht sich schon der Sommer hintendran!
In unserer Region hier ist es allerdings lange sehr, sehr trocken gewesen, so dass all unsere Tiere noch nicht auf der Weide sind. Durch Magerrasen, vielfältige Kräuterwiesen in Hanglage wächst es natürlich weitaus spärlicher als mit üppiger Düngung. Wir wollen aber möglichst gesunde Tiere und keine "Milch-"Pferde, die gemästet werden.
Also heißt es für uns : Geduld haben - bald sind auch unsere Pferde draußen.
 
Ausbildung.................
Die Zeit bis dahin wird fleißig genutzt, um die Pferde nun weiter auszubilden, zu korrigieren und fit zu machen für ihren Einsatz. Dies gilt ebenfalls für die Einstellpferde. Deren Besitzerinnen baten wir neulich mal um einen Erfahrungsbericht hinsichtlich ihrer Pferde und den Umgang mit ihnen.....................hier gibt es diese zu lesen :
Ich, Ursula J., bin die Besitzerin von Road Runner, genannt Roady. Roady habe ich erworben, als er 1 Woche alt war - in 2014. Er verbrachte die ersten 2 1/2 Jahre auf dem Hof, wo er geboren wurde mit Junghengsten auf der Weide. Da ich zwar gelernt hatte zu reiten, aber nicht gelernt oder die Qualifikation hatte, ein Jungpferd zu erziehen, machte es mir immer wieder schlaflose Nächte mit dem Gedanken "Wie soll ich das Vertrauen und den Zugang zu meinem Pferd bis zum Reiten hinbekommen!?"
Ich nahm Kontakt zum Quellentalhof auf und schilderte meine Hilflosigkeit und Angst, ein junges Pferd erziehen zu können. Im Dezember 2016 war es endlich soweit - Roady bezog eine Box auf dem Quellentalhof. Ich fühlte mich aufgehoben mit meinen tausend Fragen und Roady wurde von Tag zu Tag ruhiger und gelassener,nicht zuletzt auch von dem Charme auf dem Hof, der eine gelassene und ruhige Atmosphäre ausstrahlt.
Er (Roady) erhielt auch einen Rahmen, dass für ein Jungpferd sehr wichtig ist.In der Winterzeit konnten wir nicht viel draußen miteinander arbeiten, weil Schnee und Eis es nicht zuließen. Die Verletzungsgefahr war zu groß. Ich konnte in dieser Zeit den Kontakt zu meinem Pferd im Stall durch putzen, streicheln, usw. herstellen, was sehr wichtig ist.
Ab März 2017 ging es dann raus auf den Platz. Durch Führen + Leiten, Scheutraining, Vorbereitung mit der Doppellonge habe ich meine Angst vor meinem Pferd verloren.
Mein Umgang mit Roady wurde immer sicherer und souveräner. Somit wurde der Grundstein für beidseitiges großes Vertaruen und eine langjährige Freundschaft gelegt. Roady macht in jeder Übungsstunde Fortschritte - und ich übrigens auch.
Danke an Rita und Klaus vom Quellentalhof für eure tolle Unterstützung und Begleitung mit dem Umgang mit dem Pferd und die lehrreichen Übungsstunden. Ihr seid Klasse !!! Ich hätte mein Pferd ohne euch wieder verkauft.
 
Übrigens nehme ich die erlernten Tätigkeiten / handeln in meinen Alltag mit.
 <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

Wann ist der passende Zeitpunkt, sich den Traum vom eigenen Pferd zu erfüllen? Bei mir, Simone K., war es der 40.Geburtstag!                                                                         Mit dem neuen Vorsatz "Jetzt oder nie"! habe ich mich zuerst auf die Suche nach einer geeigneten Unterkunft gemacht. Und richtig reiten lernen musste ich ja auch noch. So stieß ich nach einigen herben Enttäuschungen ganz zufällig auf den Quellentalhof. Die Website war nett, also habe ich mir ein Herz gefasst, angerufen und einen ersten Termin ausgemacht. Und siehe da...ich wurde mit meinem Vorhaben nicht für völlig verrückt erklärt, sondern bestärkt und unterstützt! Großartig !
Jetzt fehlte nur noch das Pferd! Also machte ich mich im Internet auf die Suche und fand gefühlte 1 Million Pferde...aber welches sollte meins werden? Ich hatte ja keine Ahnung von Pferden. Also habe ich Klaus und Rita fast jeden Tag eine E-Mail mit neuen Bildern von Pferden geschickt, die ich total niedlich fand. Nach irgendeinem Kriterium muss man sein Pferd ja aussuchen. Meins sollte nicht zu groß sein, damit ich auch mal ohne Hocker aufsteigen kann, nicht zu klein, nicht zu dick, nicht zu dünn und eben niedlich. Auch hierbei waren Klaus und Rita mit ihrem scheinbar unendlichen Wissen, ihrer Geduld und ihrer Erfahrung eine große Hilfe und ich bin sehr dankbar, dass sie mich damals nicht entnervt vom Hof gejagt und vor größerem Schaden bewahrt haben.                                                                                                                                                                      Und dann kam Sunny ! Tja...es ist nicht der edle schwarze Hengst aus meinen Kinderträumen gworden, der auf Zuruf kommt und meine Gedanken lesen kann und mit dem ich ohne Zaumzeug und Sattel durch die Prärie galoppiere....sondern eine gefleckte Paint-Mix-Stute, die ebenso biestig wie niedlich ist. Ein verwöhntes Prinzeßchen, dass sich in eine zickige Göre verwandelt, wenn es nicht nach ihrem Kopf geht. Ein vollkommen verspannter Teenager, der sich in einer eigenen Haut nicht richtig wohlfühlt. Leider war es auf den Bildern und aus den Erzählungen der Vorbesitzer so nicht erkennbar und auch nach der Kaufvereinbarung wurde noch einiger Unfug getrieben, der die Sache nicht besser machte.          Unser Start ins Glück dieser Erde verlief entsprechend holprig und ohne die Unterstützung von Rita und Klaus hätte ich wahrscheinlich aufgegeben oder wäre auf Biegen und Brechen mit dem Kopf durch die Wand, was weder mir, noch Sunny gut getan hätte. Ich lernte, dass sich geduld und Beharrlichkeit auszahlen und dass eine sanfte, aber konsequente Führung zwar mehr Zeit und Aufmerksamkeit verlangt (vor allem von mir), aber sehr viel nachhaltiger wirkt als alle Tricks und Kniffe,mit denen man Pferde in einen passenden Rahmen zu quetschen versucht. Und wenn Sunny mal wieder mit allen Vieren in der Luft über den Platz hüpfte oder beim Spazierengehen mit aller Macht den nächsten Grashalm ansteuerte (wobei sie selbst Klaus in die Knie gezwungen hat) und ich hätte ausflippen können, blieb Klaus ruhig und geduldig, auch wenn ich hin und wieder das Gefühl hatte, dass ihm gleich die Hutschnur platzt.

Unsere Bemühungen wurden begleitet von Rita, die mit ihrem Heilwissen dafür sorgen konnte, dass sich Sunny nach und nach entspannt hat und wohler fühlt. Mit ihrem offenen Blick für die Bedürfnisse der Pferde nimmt sie auch mir viele Sorgen ab, denn ich weiß, dass Sunny rundum gut versorgt ist.

Es sind jetzt ca. 10 Monate vergangen, seit Sunny auf dem Quellentalhof eingezogen ist. Nach dem langen Winter haben wir mit Langzügelarbeit begonnen. Sunny und mir macht diese Arbeit sehr viel Spaß und sie ist wirklich bemüht, alles richtig zu machen, auch wenn hin und wieder eine kleine Rodeo-Einlage für Aufregung sorgt. Klaus hat immer ein Auge auf uns und lässt sich viele Übungen einfallen, um Sunny beweglicher zu machen und auf die Arbeit unter dem Sattel vorzubereiten. Und Rita unterstützt uns weiter mit ihrem Wissen. Wir sind auf einem guten Weg !

Allerdings war es auch für mich eine harte Schule. Ich musste Geduld und Ausdauer lernen und dass es keine Abkürzungen gibt. Ich musste lernen, mich zu öffnen und mich auf mein Pferd einzulassen und mit dem zu arbeiten, was es mir anbietet. Tue ich das nicht, gehe ich mal mit bleuen Flecken vom Platz. Es gelingt mir nicht immer, achtsam und aufmerksam zu sein, aber dann sind Rita und Klaus für mich da, greifen mir unter die Arme und ermutigen mich, weiter zu machen.

Was ich neben dem Wissen über Pferde, das mir Rita und Klaus in allen Aspekten - vom richtigen Ausmisten, heu machen, Weiden einzäunen bis zur Pflege der Arbeitsmittel - vermitteln, besonders mag, sind die herzliche Atmosphäre und die entspannte Ruhe auf dem Hof. Für mich ist es meine tägliche Auszeit. Und Rita und Klaus haben immer ein offenes Ohr und Zeit für ein kleines Schwätzchen...und eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen.

Tja, was können wir dazu noch anmerken..................es schallt so aus dem Wald, wie man hinein ruft oder anders formuliert : bei solch angenehmen Einstellerinnen ist es leicht, Zeit für Schwätzchen, Kaffee und Antworten auf viele Fragen zu haben. Denn im Umkehrschluss gibt es auch von ihrer Seite immer wieder kleine Handreichungen, Unterstützung auf dem Hof und vor allem.............eine sehr freundliche, empathische Stimmung. Vielen Dank an euch - auch für die sehr persönlichen Erfahrungsberichte (die wir übrigens nicht bezahlt habenZwinkernd) , die hoffentlich manch anderen Pferdehaltern/-innen Mut machen, dran zu bleiben und sich den Aufgaben zu stellen, denn die eigene Persönlichkeit reift mit der Pferdeausbildung gleich noch mit!!!

 
In diesem Sinne grüßen herzlichst
 
Ruhig und souverän....
die Quellentalhöfer
Rita Schodder & Klaus Pfetzing